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Individuelles Lernen

Lernen ist eine stark persönlichkeitsabhängige Sache. Jeder Mensch hat eigene Vorlieben und Abneigungen bei der Gestaltung seines persönlichen Lernarrangements. Während Einer gut mit Texten umgehen und sich diese leicht merken kann, lernt ein Anderer am besten an Hand eines plastischen Beispiels, z.B. in Form eines Bildes. Der Eine begreift einen komplexen Sachverhalt am ehesten, wenn er sich zunächst dem großen Ganzen zuwendet und sich anschließend den Detailproblemen widmet. Ein Anderer wiederum will zunächst viele Details eines komplexen Problems verstehen und verschafft sich auf diese Weise ein Verständnis vom Gesamtproblem.

Einem professionellen Didaktiker ist dieses Problem bewusst und er reagiert darauf bereits während der Planung seiner Unterrichtseinheit: um möglichst vielen Lernvorlieben gerecht zu werden, stellt er unterschiedliche Materialen und Übungen zusammen, die er während des Unterrichts sinnvoll einsetzt. Guter Präsenzunterricht zeichnet sich also u.a. aus durch eine hochflexible Anordnung der Unterrichtselemente und Materialien.

Diese Flexibilität auch im Onlinelernen zu erreichen ist die zentrale Aufgabe der Webdidaktik. Der Ansatz besteht kurz gesagt darin, Learning Management Systeme mit didaktischem Knowhow anzureichern, indem Lernmaterialien und Interaktionsformen mit zusätzlichen didaktischen Informationen (didaktischen Metadaten) gekennzeichnet werden. Da das LMS Informationen darüber erhält, welche didaktischen Funktionen mit welchen Inhalten erreicht werden können, besteht nun die Möglichkeit, mit diesem didaktischen Wissen zu arbeiten und Lerninhalte gemäß individueller Vorlieben und anhand vorformulierter Lernstrategien zu ordnen.

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Last modified 2004-10-13 04:37 PM

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